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Häufige Fragen

Kurze Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen, jeweils mit Verweis auf die Seite, die das Thema ausführlich behandelt.

Was ist der Unterschied zwischen Schaumbeton und Porenbeton?

Im deutschen Sprachgebrauch bezeichnet Porenbeton den autoklavierten Porenbeton (AAC), bei dem Aluminiumpulver chemisch Wasserstoff freisetzt und das Bauteil anschließend bei rund 180 bis 190 Grad Celsius im Autoklaven gehärtet wird. Schaumbeton wird physikalisch mit vorgefertigtem Schaum porosiert und niemals autoklaviert. Datenblätter, Normverweise und Bemessungsansätze sind zwischen beiden nicht übertragbar.

Wie lange braucht Schaumbeton bis zum Erstarren?

Unter Umgebungsbedingungen ist ein Schaumbetonbauteil in der Regel nach etwa 24 Stunden so weit erstarrt, dass es gehandhabt und ausgeschalt werden kann. Eine Dampfnachbehandlung bei 50 bis 70 Grad Celsius beschleunigt die Hydratation so weit, dass dieser Zeitpunkt auf etwa 2 Stunden vorrückt. Beide Werte hängen von Rohdichte, Zementart und Umgebungstemperatur ab: Mischungen hoher Rohdichte sind früher so weit, Mischungen niedriger Rohdichte mit Kompositzementen können 36 bis 48 Stunden brauchen.

Warum darf Schaumbeton nicht gerüttelt werden?

Rütteln lässt den Schaum zusammenfallen. Die Luftporen werden von einem dünnen, stabilisierten Film gehalten, bis der Zementleim um sie herum ansteift; Rütteln zerstört diese Filme, die Blasen vereinigen sich und entweichen, und die Rohdichte steigt. Schaumbeton ist von der Konzeption her selbstverdichtend und selbstnivellierend und braucht keinerlei Verdichtung.

Welche Rohdichte ist die niedrigste, die sich herstellen lässt?

Die praktische Untergrenze bestimmt der Schaumbildner, nicht der Mischer und nicht der Zement. Synthetische Tenside arbeiten zuverlässig bis etwa 300 bis 400 Kilogramm je Kubikmeter. Proteinhydrolysate erreichen rund 150. Für Proteine biotechnologischen Ursprungs werden Rohdichten bis etwa 75 Kilogramm je Kubikmeter angegeben, wobei die unabhängige Bestätigung dieses Werts begrenzt ist.

Kann Schaumbeton mit Stahl bewehrt werden?

Nur mit ausdrücklich geplantem zusätzlichem Korrosionsschutz. Schaumbeton hat eine geringe alkalische Reserve und einen niedrigen Bindemittelgehalt je Kubikmeter, karbonatisiert daher schneller als Normalbeton, und das hohe Trocknungsschwinden belastet den Verbund zusätzlich. Bewehrte Schaumbetonbauteile gibt es, der Korrosionsschutz muss aber geplant und darf nicht aus den Regeln zur Betondeckung abgeleitet werden.

Wie stark schwindet Schaumbeton?

Trocknungsschwindmaße von 0,1 bis 0,35 Prozent, also 1 bis 3,5 Millimeter je Meter, sind normal. Das ist rund eine Größenordnung mehr als bei Normalbeton, weil kein Korngerüst den schwindenden Zementstein behindert. Das Schwinden steigt mit fallender Rohdichte. Sieben Tage abgedeckte Nachbehandlung, Flugascheersatz und Polypropylenfasern mindern es, doch Bewegungsfugen müssen für das tatsächliche Maß bemessen werden.

Nimmt Schaumbeton viel Wasser auf?

Weniger, als die Porosität vermuten lässt. Die vom Schaum erzeugten Poren sind überwiegend geschlossen und selbst kein Transportweg; Wasser bewegt sich durch die Kapillarporosität des Zementsteins dazwischen. Die volumenbezogene Aufnahme ist nicht dramatisch schlechter als bei konventionellem Beton, während die massebezogene allein wegen der geringen Masse hoch wirkt. Vergleiche gehören auf Volumenbasis.

Dämmt Schaumbeton Schall gut?

Er absorbiert Schall gut und dämmt ihn schlecht. Die Luftschalldämmung folgt weitgehend der flächenbezogenen Masse, eine leichte Wand ist deshalb schlechter als eine schwere gleicher Dicke. Schaumbeton mindert wirksam die Nachhallzeit in einem Raum, sollte aber nicht auf Grundlage von Absorptionswerten zur Erfüllung einer Schalldämmanforderung an eine Trennwand ausgeschrieben werden.

Was kostet der Schaumbildner je Kubikmeter?

Etwa ein Liter Konzentrat je Kubikmeter Material ist über den üblichen Rohdichtebereich ein brauchbarer Planungswert, fallend mit steigender Rohdichte. Für eine Mischung mit 400 Kilogramm je Kubikmeter bei 1:30 Verdünnung ergibt die Rechnung rund 1,1 Liter je Kubikmeter, für eine Mischung mit 1000 Kilogramm je Kubikmeter rund 0,8 Liter. Der Schaumbildner ist ein kleiner Anteil an den Materialkosten und ein großer Anteil am technischen Risiko.

Lässt sich Schaumbeton über weite Strecken pumpen?

Ja, aber jeder Leitungsmeter und jeder Druckzyklus kostet Rohdichte. Exzenterschnecken- und Schraubenpumpen sind die richtige Wahl, weil sie ohne starke Kompression fördern; Kolbenpumpen komprimieren und entspannen das Material bei jedem Hub und treiben die Koaleszenz an. Auf langen Wegen ist es meist besser, die Grundmischung zu pumpen und den Schaum am Einbauort zu erzeugen.

Warum fällt Schaumbeton nicht unter die DIN EN 206?

Die DIN EN 206 erfasst Normal-, Schwer- und Leichtbeton, und ihre Leichtbetonregelungen gelten für Material mit geschlossenem Gefüge und einer Trockenrohdichte zwischen 800 und 2000 Kilogramm je Kubikmeter, hergestellt mit leichter Gesteinskörnung. Schaumbeton hat keine grobe Gesteinskörnung, besitzt ein absichtlich eingebrachtes Porensystem und liegt überwiegend unterhalb dieses Bereichs. Er wird stattdessen über eigene Richtlinien wie die ACI-523-Reihe und über nationale Zulassungen erfasst.

Ist Schaumbeton dasselbe wie Cellular Lightweight Concrete?

Ja. Cellular Lightweight Concrete oder CLC ist derselbe Baustoff unter anderem Namen, verbreitet in Süd- und Südostasien sowie in der Anlagenvermarktung. Low-Density Cellular Concrete und Lightweight Cellular Concrete sind die entsprechenden nordamerikanischen Begriffe, meist für Ortbetonverfüllungen unter etwa 800 Kilogramm je Kubikmeter.

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